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Deutsche Publikationen Rune Bücher / Bruisvat-BrimirArtikeln
Rune Bücher von Nicolaas Marius de Jong über die Klangphänomenologisch-astrosofische Hintergründe :
Musiktherapeutische Anwendungen
vom Horoskop heraus Geheftet, 20 Seiten € 3, 20
LEIER in die Formgebärde
der Tierkreissternbilder Geheftet, 44 Seiten € 5, 50
Im Vorbereitung: Arbeiten mit Elementärwesen
Auf Englisch: Astrosophy and the Grail Geheftet, 70 Seiten € 9, -
CD
Einige Farbbilder in Klang, Stimmung
und Wirkung von Chor Via Natura €
10, - Songs of Parcival
(schnell auch auf CD) Gebunden, A4 Format, 10 Seiten € 4, 30
Die Rune Bücher haben als Ziel die Schrifte welche entstehen sind von Klang- und Formphänomenologische Forschung heraus zu den Wirkungen von Sternen und Planeter innerhalb der Mensch und die irdische Phänomene, oder die hiermit nähe zusammenhängen, weltkündig zu machen. Da die Auswirkungen hiervon sich am Ersten abspielen im Gebiet des Lebende, und dieses Gebiet nur in und durch die Seele zu erleben ist, bringen diese Schrifte die Zusammenhang zwischen Kunst, Wissenschap und Religion herauf. Initiatifnehmer Nicolaas Marius (de Jong) ist zu
diese Form von Astrosophie auf klangphänomenologische Basis gekommen
via Wissenschaft, hauptächlich die Biologie. In Begegnungen während
Reise, unterschiedene Stelle, bei Aufenthälte in Lebensgemeinschäfte
und mit Strassemusik und Theater hat er ein eigenes künstlerisches
Idiom aufgebaut worinnen die entwickelte Methode sein Niederschlag findet.
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Moralische Technik Teil 1 Von einer unpersönlichen zu einer moralischen Technik Von Nicolaas de Jong In der heutigen Gesellschaft wird die Technik als nützlich, manchmal als ein notwendiges Übel betrachtet. Wir kaufen sie uns oder nicht, und benutzen sie wo wir möchten. Mit den Nebenerscheinungen nehmen wir es vorlieb weil es kaum Alternative zu geben scheint. In diesem Artikel schildert Nicolaas de Jong wie wir eine andere Sicht auf die Technik bekommen können die mit unserer persönlichen Entwicklung zusammenhängt. Dazu gibt er dem Leser einige Vorbilder der verschiedenen Vorbereitern dieses Weges zur neuen Technik.
Ein ungewöhnlicher Gegensatz Die heutige Technik ist etwa auf dem folgenden Prinzip basiert: ein kluger Mensch beobachtet die Natur, erkennt darin ein bestimmtes Wirkungsprinzip, abstrahiert dieses Prinzip und benutzt es als Grundlage für ein speziell dazu entworfenes Werkzeug oder eine Maschine. Ein ziemlich rezentes Beispiel ist das Flugzeug. Aus Beobachtung der Fähigkeit eines Vogels zu schweben und sein Anstieg bei zunehmender Wind oder Thermik wurde das gängige Flugzeug entwickelt. Manche der ersten Flugzeugmodelle hatten flatternde Flügel als Nachahmung des rhytmischen Flügelschlags eines ansteigenden Vogels. Diese Modelle sind alle verunglückt, wenn sie überhaupt vom Boden hochgekommen sind.
Gerade die Modelle mit festen Flügeln aber genügend Antreibungsvermögen um den schnellen Wind nachzuahmen zeigten sich im Laufe der Zeit als praktisch benutzbar. Hier sind zwei Prinzipien des Vogels Flugfähigkeit, nämlich der Wind und das Schweben, zur Grundlage des heutigen menschlichen Fliegens geworden. Dies hat andere Fähigkeiten gekostet, zum Beispiel die Fähigkeit an einer bestimmten Stelle zu landen, sowie die meisten Vogelarten mit ihrem rhytmischen Flügelschlag auf einen Ast landen können. Deshalb ist eine Anstieg- und Landebahn unentbehrlich.
Diese Flugtechnik, mit seinem im Laufe der Zeit verbesserten Lenkmechanismus, kan von jedem benutzt werden, egal ob er die Prinzipien kennt oder nicht. Und dies ist kennzeichnend für den grössten Teil unserer Technik im Allgemeinen: Es wird ein Stück Kraft aufgrund einer Einsicht benutzt, es stammt also aus den Willen und ein Nachdenken über Beobachtungen. Die benutzung aber in einem Technischen Gegenstand ist unpersönlich, kann von seinem Erfinder und Hersteller getrennt werden und im Prinzip von jedem bedient und benutzt werden. So ist eine Situation entstanden in der Technische Kenntnisse verfügbar sind die für alle möglichen Verwendungen eingesetzt werden können, wobei undeutlich ist wer oder was bestimmt mit welchem Ziel und in welcher Weise dies gemacht wird. Damit begegnen wir auch das heiße Eisen das sich immer deutlicher in unserer Kultur unterscheiden lässt; die technischen Kenntnisse können sowohl für gute als auch für eher bedenklichen Sachen eingesetzt werden. Außerdem ergibt sich da die Schwierigkeit, dass gut und bedenklich immer relative Begriffe sind die man in ihren Auswirkungen nicht einfach erkennen kann. Die Folgen der Gentechnologie auf Menschen reichen bestimmt weiter als viele Menschen urteilen können. Denken Sie auch mal an die zivile Luftfahrt und die modernen Kriegstechniken mit Awacs und ferngelenkten Bomben aus Flugzeugen; die Erreichbarkeit fast jedes irdischen Ziels und der Angriff auf die Ozonschicht. Die moderne Technik ergibt eine Erweiterung menschlicher Fähigkeiten, unserer Willensäußerungen also, aber dieser Technik fehlt die Fähigkeit der moralischen Prüfung. Und diese moralische Prüfung sitzt dem Menschen im Herzen, dort wo der menschliche Geist und die Seele angreifen und die Gefühle in Bezug auf Täten oder sich ergebende Erlebnisse entfunken können. Gerade diese Gefühle und Urteile sind das was den Menschen individuelle Erlebnisse ermöglicht; sie machen aus ihm und seinen Täten etwas Persönliches. Deshalb ist es fast unmöglich eine allgemeine Verhaltenskode für die moderne Technik zu entwickeln, wie sehr auch die Werbungsersteller versuchen auf die Wünsche und Preferenzen ihrer potentiellen Kunden einzugehen, und die politischen Führer an einer gemeinschaftlichen Ethik appellieren wollen. Die heutige Technik vermisst in sich die Gefühlsgebundenen moralischen Erwägungen. Sie ist einfach da, und bietet dem Menschen spezifische Fähigkeiten, der damit innerhalb der technischen Einschränkungen, sowie zum Beispiel die der Brennstoffvorräte, für jeden zugänglich ist. Hinzu kommt damit ein wirtschaftlicher Aspekt, und auch dieser zeigt auf den Aspekt des Willens in der menschlichen Existenz; durch Produktivität, meistens erledigte Arbeit, ist es möglich die Erde und die Umwelt in solchem Maße zu bearbeiten, dass ein Überschuss in der Produktion entsteht womit man sich ein Stück Technik, dass eine Willensverlängerung ist, leisten kann.
Die spezifische Fähigkeit die ein Stück entwickelter Technik präsentiert, zeigt noch auf etwas anderes, nämlich auf dasjenige was die Menschen im Allgemeinen noch nicht können, aber in einer weiten Zukunft entwickeln werden können. So kann jeder Mensch in seinen Träumen und Gedanken an einem anderen Ort auf der Erde sein als er in dem Moment in wirklichkeit ist, aber er muss sich ohne technischen Hilfsmitteln wie ein Schiff, Flugzeug oder Auto sehr anstrengen um diesen Ort zu erreichen. Die Zeit wird von einer solchen Technik verkürzt, der gewünschte Ort näher herangebracht. Die visuale Technik von zum Beispiel Fernsehen, Video oder Computersimulationen zeigen auf das künftige Vermögen des Menschen um in Bildern zu denken und wahrzunehmen, also auf das hellsehende Vermögen. Was man hellsehend wahrnimmt, spielt sich aber nicht in der fysischen Wirklichkeit ab, und auch das Bewusstsein und Denken in Bildern selbst haben nur eine sehr kleine fysische Basis (das auskristallisierende Gehirnsand in der Hypophyse), im Gegensatz zu der heutigen visualen Technik, die in den modernen Geräten eine elektrische Spannung als Brunnen benötigt. Das Telefon ist der Vorbote in dem Fysischen Aspekt der hellhörenden, inspirativen, ‘telepathischen’ Gaben die einmal zu entwickeln sind. Die heutige Technik neigt also dazu die künftigen Entwicklungen des Menschen vorzuverlegen. Die ausgedachten Wirkungsprinzipien die als Willensvermögen verwendet werden, sind aus der Natur abstrahiert, und darin haben persönliche Gefühle und damit verbundene moralische Urteile keinen Platz. Wie läuft dann die rechtmäßige Entwicklung des Menschen? Meiner Meinung nach kann man diese in folgender Weise annähernd definieren. Jeder Mensch kommt auf Erden mit spezifischen Charaktereigenschaften, Bestimmtheiten in Konstitution und Temperament die ihm entweder helfen oder ihn hindern können, bestimmte Talente und Unfähigkeiten, eine spezifische individuelle Weise des Denkens und Handelns, spezifische Vorzüge oder Missbilligungen, und mit diesen Bestimmtheiten kann er oder sie im Laufe des Lebens entdecken, was er oder sie spezifisch entwickeln möchte, und was er liegen lässt weil es nicht sosehr sein Interesse hat. Im Prinzip kann jeder für sich einen Plan im eigenen Leben entdecken den er ausführen kann um sich damit oder mit Hilfe davon entwickeln zu können. Kurzum, von den individuellen Bestimmtheiten und Vorzügen arbeitet man an einem spezifischen Teil der irdischen Wirklichkeit, mit dem man sich auseinandersetzt, dass man aufgrund seiner Ideale zu gestalten oder verändern versucht, wobei man sich neue Einsichte, Haltungen und Fähigkeiten erwirbt. Dies tut jeder für sich auf individueller Weise. Jeder spürt die Zufriedenheit wenn man nach einem Kampf etwas auf eigener Kraft erreicht hat; es gibt dann ein Etwas in der Seele das sich erfüllt fühlt, und man weiß dass man sich etwas Neues erworben hat. Das Gefühl sagt dass das Denken (der Einsicht) und der Willen (die Kunde) erweitert sind. Hat man aus eigener Kraft durch Beschäftigung und Versuchen Einsicht in ein Problem erworben, dann ist das etwas anderes als wenn man die Lösung fix und fertig von außen angeliefert bekommt, zum Beispiel durch ein Teil schon entwickelter Technik, sowie ein von anderen erdachtes Computerprogramm. Und während dieser Beschäftigung hat man oft moralische Urteile machen und Wahle treffen können auf Grund dessen was das Gewissen und das damit verbundene Gefühl für Wahrheit einem eingeflüstert haben. Man hat auf diese Weise selbst ein Stück technischer Fähigkeit entwickelt – und dies gilt für jeden Aspekt des Lebens. Dies macht man auf Grund der eigenen moralischen Urteilen und innerhalb der gegebenen Situation. Man entwickelt sozusagen sein eigenes Stück moralischer Technik, das man beherrscht. Wichtig ist dass das Vermögen zur Gewissensprüfung hier eine Bedingung für das Erreichen einer Entwicklung des inneren Vermögens ist. Dies bedeutet nicht, dass die Benutzung der heutigen Technischen Erfindungen grundsätzlich falsch ist; man muss sich aber beim Gebrauch dessen gut realisieren, dass man einfach ein Stück eigenes Entwicklungsvermögen liegen lässt. Schauen wir in die Zukunft. Rudolf Steiner meint dass der Mensch einmal eine Technik entwickeln wird wobei er bestimmte Töne aus seinem Körper erzeugen wird, und zwar die Konstellation von Formkraften die spezifisch unseren fysischen Körper wachsen lässt. Diese Töne können von Gegenständen und Maschinen aufgenommen werden, die daraufhin das gewünschte Verfahren in der fysischen Welt ergeben werden. Durch Klänge und das sympathische Mitbewegen der Gegenstände werden die Menschen Wirkungen in den gewünschten Richtungen erzeugen können durch die dazu entwickelten Gegenstände und Maschinen, die mitresonieren werden. Die Lebenskräfte befinden sich auch in der uns umringenden Natur, und halten dort die Phänomene instand. Wer dies einsieht und erfährt, wird es nicht als merkwürdig betrachten dass ein Mensch aus ähnlichen Kräften in seinem Lebenskörper etwas in der physischen Welt auslösen werden kann. Dasselbe passiert schon einigermaßen wenn wir durch unsere Gemütsverfassung die Atmosphäre in einem Zimmer ändern können; ein fröhlicher Witz am richtigen Moment kann eine explosive Situation auflösen, eine gemeine Bemerkung kann Fröhlichkeit in Verzweiflung ändern, und eben eine wortlose schlechte Laune einer der Anwesenden kann die Sphäre ganz schön beeinflüssen. Das sind alle seelenmäßige Wirkungen die von jemandem ausgehen können und die Lebenskräfte beeinflüssen können. Wer kennt nicht die befreiende Entladung wenn jemand in einer gespannten Atmosphäre ein Glas kaputfallen lässt? Manchmal kann das Glas springen wie vonselbst, als Folge dieser Spannung. Die Stimmung entsteht aus der Seele, wo die Gefühle wohnen; die Auswirkung im Zimmer findet in der Lebenswelt statt und hängt mit dem Willen zusammen, denn sie kann physische Phänomene erzeugen, welche wir mittels unserer Sinnesorgane wahrnehmen können. Ein Schritt weiter geht es wenn jemand einen Gedanken, eine Idee oder Einsicht in jeglichem Maße komprimiert hat dass er sie Anderen übertragen kann: dann kann dies bei anderen Menschen Gefühlen in der Seele und Wirkungen in und aus dem Lebenskörper aufwecken, die einem dazu anstiften können für oder gegen diese Idee zu sprechen oder zu handeln. Die Einsicht hat man in dem Denken, die Idee kann anfeuern oder erkälten; hat also selbst mit Wärme zu tun - Begeisterung kann Wärme und Bewegung verursachen. Der menschliche Geist bedient sich dieser Wärme.
Nun kann man durch selbstbeobachtung bei der Ausführung eines Gedanken oder Willensentschlusses (das in dem Denken stattfindet, und durch das Gewissen geprüft werden kann) zu den folgenden Befindungen kommen. Der Willensentschluss zur Ausführung druckt sich als Wärme-Impuls ab in die Seele, und dieser fängt an in verschiedenen Tönen heraufzuschallen, die in ihren Intervallswirkung das Maß an Sympathie oder eben Antipathie als Gefühlsempfindungen widerspiegeln (bei purer Antipathie, das ist Dissonanz, kommt man nicht zu einer Tat). Die Wärme erlöscht, und steht auf in dem (musikalischen) Impuls der die einzelne Töne und ihre Rithmischen Erscheinungen generiert – das was in der Musik das musikalische Motiv genannt wird. Diese Tonreihen drücken sich anschließlich in den Lebenskörper ab und bitten es auf dieser Weise mitzubewegen. Bei einem genügenden Maß an sympathischen Gefühlen, so dass das Mitbewegen möglich ist, tut der Körper dies, und drückt sich seinerseits auf den Muskeln in dem physischen Körper ab. Darauf wird die Idee oder der Entschluss in die Tat umgesetzt. Dies passiert bei jeder unserer Handlungen, dabei verläuft dieser Prozess meist unbewusst. Wenn man diesen Prozess weiterhin beachtet, da kann man sich auch vorstellen dass man sich in solchem Maße mit Gegenständen und Phänomene in seiner Umgebung verbinden kann, dass man ihre Wirkungen lernen und verstehen kann. Man kann auf dieser Weise lernen ihre Wirkungen zu ‘hören’ (damit ist hier das ‘heiter hören’ der inspirativen Klangströmen gemeint das entsteht wenn man lernt sich intensiv in die daran zugrundeliegenden Prozesse einzuleben). Darauf kann man lernen diese Prozessen innerlich mitzumachen in der Seele, was dann die Töne erzeugt. Um die Wirkung in der umliegenden Welt zu verstärken, kann man Gegenstände erstellen die gegliedert oder nicht gegliedert sind, die die innerliche Gebärde schon in sich haben, so dass diese den Klangstrom worin sie mitbewegen (resonieren) können verstärken und sie in der physischen Welt aktiv werden können. So entsteht also ein Stück Technik in und aus der Lebenswelt, als Ansatz des eigenen Willens, und das Werkzeug dazu im eigenen physischen Körper. Weil die Gebärde aber ganz durch die Seele durchfühlt und durchwoben ist, dort wo das Gewissen wohnt, hat man die Möglichkeiten und Unmöglichkeiten davon erkennen, und auch die Folgen davon in der Umgebung übersehen können. Man hat dieses Stück Technik durchdacht und invividualisiert. Man kann es auch auf Anderen übertragen, aber nur durch ihnen die einlebenden Techniken beizubringen. Eine jegliche moralische Lebenstechnik ist damit nur durch Menschen anwendbar die die innerlichen Fähigkeiten dazu schon entwickelt haben, und ist damit eher persönlich als allgemein menschlich. Man kann natürlich behaupten das dies Träumereien sind. Es gibt aber aus der Antike, und auch aus diesem Jahrhundert, noch Beschreibungen von Wirkungen in und aus Klängen auf die physische Welt. Denken Sie zum Beispiel daran wie einst die Mauern von Jericho fielen durch das Gesang der Juden, sowie es in der Bibel beschrieben wird. In diesem Jahrhundert hat der Flugzeugkonstrukteur H. Kjellson über den Bau eines buddhistischen Klosters in den Tibetanischen Bergen berichtet, wobei Klängen, von Mönchen erzeugt, die Steine, manche mehr als 1000 Kilogramm schwer, über eine Distanz von 500 Meter aufwärts bewegen konnten. Unglaublich aber wahr – er konnte es kaum verstehen. (1) Anscheinend kannten die Menschen damals Techniken von denen wir heutzutage kaum mehr etwas wissen. Gurdjieff, ein Armenier der am Anfang dieses Jahrhunderts nach langem Suchen in einer verborgenen Klostergemeinschaft in der Gobi-Wüste landete, erzählte dass er gelernt hatte mit Hilfe von Klängen einen Jak zu töten nur durch dessen Wesenseigenen Klang hervorzustoßen. Auch von den egyptischen Pyramiden wird geglaubt dass die mit Hilfe von Klängen gebaut worden sind.
Nun kennen wir in unserer Technik auch Prinzipien von Klängen und Gebärden, zum Beispiel im Datentransport über Telefonkabel wobei Tonpulse benutzt werden, und Techniken wie die Steuerknüppel in Flugzeugen. Diese Impulse und Gebärde werden aber meistens durch Elektrizität übertragen, und nach unpersönlichen Kräften in zum Beispiel die Flugzeugmotoren übergebracht, die im Prinzip von jedem Menschen bedient werden können (obwohl nicht jeder das gleich gut macht). Elektrizität ist in die Materie gefallenes Licht, und darin ist es mechanisch und damit unpersönlich geworden. Es entzieht sich unserer direkten Sinneswahrnehmungen. Pioniere in Lebenstechniken Es gibt vor allem vier Personen die sich im vorigen und in diesem Jahrhundert intensiv mit neuen Techniken beschäftigt haben, welche direkt und von der Lebenswelt aus wirksam waren – auch wenn sie sich nicht alle deutlich davon bewusst waren. Nikola Tesla Nikola Tesla (1856 – 1943), geborener Servier, hatte in den Vereinigten Staaten großen Erfolg als elektrotechnischer Ingenieur. (2) Er hat unter anderem den Wechselstromdynamo und dito Motor erfunden; er hat die heutige Kultur in starkem Maße beeinflusst. Er hatte das Vermögen die Wirkungen der Phänomene hellsehend, in Bildern wahrzunehmen und übersetzte dies in meist elektrotechnische Anwendungen. Schon bevor Einstein den Zusammenhang zwischen Energie, Masse und Lichtgeschwindigkeit in seinem besonderen Relativitätstheorie formulierte (die bekannte Formel E = mc²), schaffte Tesla es mit elektromagnetischen Schwingungsfrekwenzen zu arbeiten die viel höher waren als die Lichtgeschwindigkeit und damit Maschinen und Wirkungen zu entwerfen die weit über die gänglichen Theorieformungen und naturwissenschaftliche Beobachtungen hervorragten.
Etwas Besonderes ist eine selbständig bewegende Maschine von der Tesla behauptete sie bewege auf die Kräfte zweier Planeten (Lebenskräfte also), und von der er vorhersagte sie würde bei einem bestimmten Stand dieser Planeten aufhören. Was auch tatsächlich passierte. Schade ist dass er alles in elektrischen oder elektromagnetischen Wirkungen übersetzte, was ja ein Stück gefallener Unternatur ist, ein Mitbewegen mit der Lebenswelt, aber von unten an. Kennzeichnend für seine Arbeit und auch für seinen Moralismus ist folgendes Beispiel. In 1903 schaffte er es um in seimem Labor in Long Island in der Nähe von New York die großen elektrischen Ladungen aus der Stratosphäre an die Erdoberfläche zu ziehen – ein wirklich großes und ungekanntes Potential, dass direkt die Energieversorgung für ein Land wie die Vereinigten Staaten liefern könnte.
Es entstanden spektakuläre Farbeffekte in der Atmosphäre als Folge dieser großen Entladungen, die bis in der Stadt New York wahrgenommen wurden. Er wollte auf verschiedenen Stellen auf Erden ähnliche Stationen bauen, wodurch die Erde in ein geometrisch oszillierendes elektromagnetisches System gebracht werden könnte. Kurz danach sah er aber seine geliebte weiße Taube sterben, die er als ein Bild für den Geist erfuhr. Er nahm diese Warnung ernst, schloss sein Labor und kam in den restlichen 40 Jahren seines Lebens niemals mehr dorthin zurück. Wilhelm Reich Wilhelm Reich (1897 – 1957) war ein Österreichischer Biologe der sich eine Weile der Schule von Freud anschloss, aber sich später davon distantierte. (3) Der Grund dafür war seine Forschung nach Lebensprozessen in Bezug auf Sexualität und ihr Verhältnis zur menschlichen Psyche. Er entdeckte dass man in den Energieaufbau lebender Organismen vier Phasen unterscheiden kann: 1. einen Erwartungsaufbau (in der Seele), 2. eine Spannungszunahme (im Leben), 3. eine mehr oder wenig kräftige Entladung (in der Seele erlebt) und 4. eine Zeit der Entspannung und Harmonie (im Leben). Diese vier Phasen wechseln sich ab. Sie bestehen für alle organismen, von den Einzelligen (mit klopfenden Flüssigkeitsblasen, Vakuolen) bis zu den Menschen, die in ihrem Orgasmus die meist direkte Entladung kennt. Eigentlich liegen diese vier Phasen jeder natürlichen Schwingung zugrunde. Bei verschiedenen Typen von Patienten entdeckte Reich dass die vier Phasen nicht aufeinanderfolgten. Die Orgonomie die er daraus entwickelte besorgte ihm Kritik von Freud und die Seinen, die inzwischen eine andere Sicht auf Sexualität und Psychopathologie hatten.
Interessant ist der Fakt das Reich, auch in den Vereinigten Staaten, später eine Maschine entwickelte die die aus den Rocky Mountains kommenden Wolken mit einer stark negatieven Ladung und Ausstrahlung auf die Menschen und die Natur, die eine Region tagelang verlammen konnten, entkraften konnte indem er die daran fehlenden Phasen hinzufügte. Er konnte also diese Wolken beeinflüssen. Weiter entwarf er vor allem Maschinen die kosmische Strahlen auffingen, aber diese wurden vor allem für therapeutische Ziele entwickelt. Mit seiner Vierphasentheorie hat er in großem Maße an der Forschung nach dem Verhältnis zwischen dem Seelenmäßigen und der Lebenswelt beigetragen. Viktor Schauberger Viktor Schauberger (1885 – 1958), auch Österreicher, war eine Zeit lang Förster in den damaligen Urwälder der Alpen. (4) Er konnte sehr genau Lebensprozesse beobachten. Danach lernte er den Beruf des technischen Ingenieurs, benutzte in seiner Arbeit aber auch seine Erfahrungen mit den Wirkungen der Natur. Und teilweise deswegen lag er mehrmahls mit seinen Fachgenossen im Clinch, die vor allem von lediglich geraden Linien und mathematischen Formeln ausgehen wollten. Das Leben benimmt sich anders. Bei einer dieser Auseinandersetzungen, unter Druck gesetzt weil er nicht ernst genommen wurde, beschrieb er die optimalen Lebenswirkungen von Wasser wenn es in einer Spirale bewegt, nämlich wie eine urinierende Bärin die rennt. Später wurde er von den Nazis gezwungen diese Spiraltechnik auf ‘fliegende Untertassen’ (Ufos) zu verwenden. Das ging ziemlich gut, denn die Modellen flogen einige Male durch das Dach des Fabriksgebäudes wo die Experimente stattfanden (möglicherweise boykottierte er die Nazis indem er vortäuschte dass er die Maschinen nicht lenken konnte). Glücklicherweise sind sie nicht im Zweiten Weltkrieg verwendet worden.
Ein anderer wichtiger Fund von ihm war die Wahrnehmung dass die Lebenskraft des Wassers zwischen 0 und 4 ºC am besten ist. Forellen und Lachse benutzen dies wenn sie in einer schnellen Strömung stillstehen oder einen Wasserfall hinauf springen. Dies untersuchte er indem er stromaufwärts eine Menge warmes Wasser in einen Bach gießen ließ, und den Effekt auf die in der Strömung fast bewegungslos stehenden Lachsen zu beobachten. Wenn das warme Wasser einen Lachs erreicht, wird diese mit herungergeführt und muss sich sehr bemühen seine alte Stelle wieder zu erreichen. Anscheinend wird hier also der Lebensstrom von der Wärme unterbrochen. Er schaffte es Aquädukte zu konstruieren die aus den Bergtälern herunter mäanderten, wobei man nur eine dünne Schicht aus kaltem Wasser benötigte um dicke Baumstämme transportieren zu können. Ein Folge dieser Erfindung war der Raubbau auf die Europäischen Wäldern, was ihn sehr verbitterte. Am Ende seines Lebens haben die Amerikaner ihn mehr oder weniger dazu gezwungen seine Einsichte als Patente zu offenbaren und verkaufen. Kurz danach starb er, ziemlich verbittert und verzweifelt über solchen Machtmißbrauch. Genau wie bei den anderen drei hatte auch er einen starken moralischen Einfluss auf andere Menschen. Meiner Meinung nach hat er sich in dem Sinne geirrt, dass er zwar von der Lebenswelt aus der die Naturkräfte stammten ausging, aber nicht in Bezug nahm dass es sich dabei handelt um Wesen die diese Kräfte erzeugen, instandhalten und lenken (Steiner nennt diese Elementarwesen). Einmal beschreibt er nämlich dass er sich in einem Waldsee baden wollte. Auf einmal fing das Wasser an sehr heftig zu bewegen, wirbelte, trat über die Ufer und nahm unter anderem Baustämme auf dem Ufer in sich auf. Schauberger erschrak und flüchtete. Später nannte er dies das selbstreinigende Vermögen des Sees, als wäre dies etwas mechanisches das sich von Zeit zu Zeit ergab. Sehr wahrscheinlich war es aber das Elementwesen des Sees, die Nymphalis, die verärgert war weil er sie nicht als selbständiges Wesen betrachten und anerkennen wollte. Dass die Amerikaner mit seinen Einsichten in die Lebenswelt nichts offenbares getan haben ist natürlich sehr bedenklich. John W. Keely Der letzte Pionier den ich hier nennen möchte ist John W. Keely (1827 – 1898). (5) Er war ursprünglich ein Musiker, verließ aber diesen Beruf und fing an nach den Wirkungen von Klang auf die Lebenswelt zu forschen. Er erfand auch nach vielen misslungenen Versuchen einen Motor der durch Klang in Gang gesetzt wurde und in Bewegung blieb. Aber nur wenn er in der nähe war; die Maschine funktionierte auf seinen eigenen Lebenskräften.
Nun stehen die Modelle still in einem Museum als Kuriositäten. Und diese Maschine ist ein nettes Vorbild von all dem was Steiner über zukünftige Technik gesagt hat, die auf Grund von Tönen aus dem Menschlichen Körper funktioniert. Keely basierte seine Arbeit vor allem auf einer natürlichen Reihe von Übertönen die bei jeder Schwingung mitklingt. Vor allem die 1., 3. und 6. Oktave der Übertönen hatten sein Interesse. Möglicherweise offenbarte sich darin eine alte chinesische Weisheit, als Einsichten aus einem vorigen Leben mitgebracht. Die Chinesen arbeiteten mit dem ‘chi’. Die Lebenskraft strömt aus der sechsblättrige Lotusblume die gerade unter dem Nabel liegt. In seiner theorieformung im Bezug auf Schwingung benutzte Keely vier oder fünf Bereiche der Übertöne, bei 1 Schwingung pro Sekunde anfangend (= 1 Herz, abkürzung Hz). Ihre Wirkung ist im Allgemeinen: 1. – 21. Oktave Schall Von seinen Klangprinzipien aus erreichte er sonderbare Willensverbesserungen. Ein Beispiel davon ist eine Maschine die Granit und Quartz zersplittern, desintegrieren konnte; sie wurde im Goldminenbau verwendet. Er konnte schwere Gewichte durch Klänge mit der Hand umstellen. Bei viel seiner Instrumente benutzte er einen sogenannten ‘Liberator’ der die Klänge durch Schwingungsmembrane von verschieden Längen aufoktavierte in das Schwingungsgebied wo er die Wirkung optimal vermutete, dabei jedes mal die Schwingungen im 3. und 6. Oktave optimal verstärkend. Und es gab einen Faden mit Namen ‘Trexnar’ an dem er 8 Jahre arbeitete, der aus einer speziellen Zusammensetzung aus Silber, Gold und Platin bestand, welche die Lebenskräfte laut Keely vom einen bis zum anderen Gerät transportierte. Aus unserer heutigen Sicht auf Naturwirkungen gesehen war dies die Arbeit eines Magiers. Seinen Motor (siehe Bild) startete er indem er in einem anderen Zimmer auf einer Trompete einen Ton blies, wonach die Sache zu bewegen anfing. Seine Maschinen zeigten sich aber unstabil im Gebrauch, und wie die anderen drei wurde er schließlich von Charlatanerie beschuldigt.
Sein Ausgangspunkt war das alles, von Gott bis zu dem kleinsten (materiellen) Teilchen, ein Klang war in einer bestimmten Schwingung und Oszillation, das ist eine Zusammenstellung von Schwingungen auf Grund der agglomerierten oder nicht agglomerierten Teilchen die sich in der Schwingung befinden. Und als solches war er wirklich ein Kind seiner Zeit; Atome und noch kleinere Teilchen, die noch nie direkt gesehen wurden (auch jetzt nicht, und sehr wahrscheinlich wird dies auch nie passieren), leben in Schwingung, Resonanz und Oszillation. Wenn man seine Gesetze liest (das sind eine Menge, fast alle 1888 postuliert), dann begegnet man viele Hypothesen, die alle mit dem Fakt ‘alles ist Klang’ im Zusammenhang stehen. Keine Diskussion, einfach ponieren und dann damit experimentieren. Seine Maschine hat er etwa 360 Mal neugebaut. Genügend Willenskraft also. Aber schließlich ist keine wirkende Maschine übriggeblieben die sich von ihm gelöst hat und allgemein menschlich verwendet werden kann. Außerdem hat er auch sehr oft mit Zeitgenossen im Clinch gelegen, die in seiner Arbeit Gewinn sahen, aber jedes mal wieder enttäuscht werden mussten – und er brauchte sie um sein Leben und seine Arbeit finanzieren zu können. Der Willen greift direkt in das Wirtschaftliche, wo noch immer Ahriman alle Fäden in der Hand hat. Genau wie in der heutigen Zeit Sonnenenergie oder Wasserstoffgas, aus Sonnenwärme gewonnen, keinen Wirtschaftlichen Wert vertreten und also so viel wie möglich aus dem zu monopolisierenden Machtssystem heraus gehalten werden. Genügend Gründe für Regierungen und Industrien um jegliche Entwicklungen entgegenzutreten (denken Sie an den Morden um die Patente auf Autos die auf Wasserstoffgas fahren).
Woran liegt es jetzt das neben den wirtschaftlichen Verwicklungen diese Maschinen nicht funktionieren? Meiner Meinung nach ist das weil Keely zwar von einem Klang hinter jedem Phänomen ausging aber nicht von Rhythmus (der von ihm postulierte Effekt ist kein Rhythmus, aber ein notwendiges passives Verhalten der Materie wenn sich mehrere Schwingungen aufeinander stapeln). In Rhythmus äußern sich erst wahrhaftige Lebensprozesse, zusammen mit Klang, wie oben schon erwähnt wurde. Die Lebenswelt, von den verschiedenen Forschern den ‘Äther’ genannt, besteht aus vier Arten von Formkraftenwirkungen, wovon Klang nur der Austausch von einem deren ist. Außerdem machte Keely wie so viele nach ihm den Fehler dass elektromagnetische Schwingung eine direkte Aufoktavierung von Klangschwingung ist. Klangschwingung findet aber vor allem in dem Klang- und Lichtäther statt, die hinter bezüglich Wasser und Luft stehen; Elektromagnetismus ist ein in die Materie gefallenes Kräftekomplex das höchstens eine Spiegelung von etwas in diesen Lebensbereichen ist, aber an sich nicht direkt die Ursache von etwas. Licht zum Beispiel ist etwas anderes als eine Zusammensetzung aus elektromagnetischen Wellen spezifischer Länge; Licht hat elektromagnetische Strahlung als Nebeneffekt, aber ist es nicht. Licht spielt sich im Lichtäther ab, das sich durch die Luft webt und dies instandhält. Dies werde ich in einem nächsten Bruisvat weiter ausarbeiten. Die Stradermaschine Dann gibt es noch die Stradermaschine die von Rudolf Steiner als ein Modell für eine Lebenskräftemaschine benutzt wurde die von einer der Hauptpersonen in seinen Mysteriedramen einmal entwickelt werden kann. Darüber sind einige Bücher erschienen die strotzen von Berechnungen als würde dies eine Möglichkeit bieten um tatsächlich diese Lebenskräftemaschine in gang zu setzen. Modelle die darauf basiert waren sind nie in Gang gekommen. Dies liegt meiner Meinung nach daran dass das inspirative und intuitive Bewusstsein das man benötigt um die Wirkungen von Lebenskäfte aus dem Kosmos erkennen und verwenden zu können, sich in dem sich Einfühlen in Prozessen, in dem Arbeiten und Machen, nicht in Nachdenken und Berechnen entwickeln können. Mathematische Analysen werden auf ein Endprodukt losgelassen. Wenn eine Lebenskräftemaschine je entwickelt werden wird, dann wird dies eher von dem sich Einfühlen und Versuchen aus passieren als von einer Berechnung (einem epimetheischen Ansatz) aus. Meiner Meinung nach hat Steiner mit seinem Modell nur Menschen die seine Vorstellung sehen würden zu Fragen erregen wollen, aufgrund deren er zusammen mit ihnen versuchen könnte um tatsächlich eine solche Maschine zu entwickeln. Das Bühnenmodell war also höchstwahrscheinlich nicht gemeint um je zu funktionieren.
Steiner wies weiter darauf hin dass ein Kreis von moralisch sehr verbundenen Menschen nötig wäre um eine solche Maschine tatsächlich in Gang zu setzen und zu verwalten. Erinnern Sie sich an dem obrigen Beispiel von Schaubergers Aquädukte, die das rasche Verschwinden der europäischen Wälder ermöglicht hat. Dies zeigt schon wie destruktiv eine solche Erfindung wirken könnte. Wichtiger ist dass jeder versuchen kann seine eigene Technik als innerlichen Ansatz seines Entwicklungswesens zu entwickeln; das Thema wird dann die Entwicklung, nicht was damit in der Umwelt erreicht werden kann ohne dass man sich damit verbinden und verändern möchte. Einige Möglichkeiten dazu werden in einem nächsten Bruistvat auseinandergesetzt werden. Apparat 1. über den Bericht von Henry Kjellson, siehe ‘In de ban van
het heelal: kosmische invloeden op de mens’, von G.L. Playfair und
S. Hill, Meulenhof Netherlands 1979 (S. 140-143)
Dieses Artikel erschien in Bruisvat 1, Herbst 1999 und später in Lazarus. Wir danken Yvonne Tiggelman vom "Wissenschaftsladen" der Universität von Utrecht für die Übersetzung. Zurück nach oben
Lösungsansätze für die Probleme in und ausserhalb der anthroposophischen Bewegung Von Nicolaas de Jong Aus der Anthroposophie heraus sind Gedanken für eine Neugestaltung
der Gesellschaft entwickelt worden, auf Grund der Einsicht, dass die Gesellschaft
ein sozialer Organismus ist, in der ganz klar drei Glieder mit ihren eigenen
Merkmalen zu erkennen sind. Die Anthroposophen selbst haben nur wenig
davon umgesetzt. Auch ihre eigene Organisation zeichnet sich nicht unbedingt
durch eine erneuerte Arbeitsweise aus. Innerhalb des anthroposophischen
Feldes gibt es ein zunehmendes Mass von Desintegration, teilweise als
Folge der Angriffe von aussen, so wie die Regierungseinmischung bei den
Schulen und die Angriffe der Presse gegenüber der Integrität
des Stifters, teilweise durch Uneinigkeiten von innen her. Dies hat unterschiedliche
Hintergründe.
Diese Aussprache machte Rudolf Steiner gegen Ende seines Lebens in 1924. Er hatte den Dreigliederungs-gedanken schon ausgearbeitet. Freiheit sollte herrschen im Denken und dem Geistesleben, Gleichheit im Sozialen und in der Politik (Beschlussfassung), und Brüderlichkeit im Ökonomisch-Wirtschaflichen. Dies war eine Konkretisierung und Verdeutlichung der Ideale der französischen Revolution, durch welche Organisationen und schliesslich der ganze soziale gemeinschaftliche Organismus neugestaltet werden kann. Aus einem Teil von enthusiastischen Mitarbeitern ist eine Gruppe für soziale Dreigliederung entstanden, die damit zu arbeiten begann. Jetzt, ungefähr 80 Jahre später, ist nur sehr wenig davon verwirklicht. Es gibt eine grosse Staatseinmischung im Geistigen durch das Zuweisen von Subventionen; im Sozialen und in wirtschaftlichen Angelegenheiten, mit steigender Tendenz zur Verfestigung des Juristischen, durch einen Überfluss von regulierenden Gesetzen. Im Allgemeinen gibt es ausserdem eine einseitige Betonung des Sozial-Ökonomischen, wodurch eine starre Strukturierung die individuelle Freiheit einschränkt. Auch innerhalb der anthroposophischen Bewegung zeigt sich, dass die Dreigliederung nur wenig zu Stande bringt, es gibt viele Unklarheiten innerhalb der verschiedenen Arbeitsverbände und der Organisation, als Folge unkollegialen Verhaltens, viel Unstimmigkeiten untereinander und oft wird das Arbeitsrecht mit Füssen getreten, alles unter dem Deckmantel des “Heiligen Gedankengutes“. Die Wenigen, die sich noch mit der Dreigliederung beschäftigen, bekommen neben dem regelmässigen organisieren der Zusammenkünfte und Kongresse auch leider nur wenig Konkretes getan. Der anthroposophische Verein selbst wird immer kleiner und zieht kaum noch Jungendliche an.(1) Auf die (karmische) Hintergründe der Vereinskultur wird in einen ander Artikel eingegangen. Dreigliederung und Siebengliederung Die schwache Durchsetzungskraft des Dreigliederungsgedankens hat konkrete Ursachen, die nicht oder nur selten in Betracht gezogen werden. Wenn nämlich Gedankengut, geistige Einsicht, so wie dieser Dreigliederungs-gedanken, wirksam auf Erden sein soll, kommt man als Erstes in die Lebenswelt (Ätherebene), wo das Wirkungsfeld der Formkräfte allen Phänomenen zu Grunde liegt. Hier sind organische Kräfte wirksam die das Leben ermöglichen und ihm entsprechende Form geben. Dies betrifft soziale Arbeitsprozesse und Betriebe genauso wie das Entstehen und Wachsen des Menschen, des Tieres und der Pflanze, die allerdings mehr konkret sichtbar sind. Umgekehrt zeigen sich bei menschlichen Organisationen soziale Prozesse, deren Verlauf meist vom Dreigliederungsgedanken betrachtet zu wünschen übrig lassen. Wenn man etwas von diesem Gedankengut realisieren will, dann reicht es nicht aus, dies nur darauf zu pfropfen, man hat zuerst Wirkungen und Prozesse der Organisationen zu ergründen. Und dann zeigt sich etwas ganz Anderes, nämlich dass viele ausgestaltete Organisationen wie Betriebe und Gesellschaften auf eine sechsgliedrige Weise organisiert sind, wobei in den letzten 20 Jahren in Europa eine Tendenz entstanden ist zu einem zentralen übergeordneten Beratungsorgan, womit man experimentiert, in dem alle Gliederungen einer Organisation zusammenkommen (wird auch Mitbestimmungs- oder Betriebsrat genannt). Ein Beispiel zur Initiativentwicklung durch einen Betriebsrat, ist z.B. die zeitliche Einstellung des Fliessbandes bei Volvo in Schweden, bei der die Herstellung eines einzelnen Autos durch ein Team erreicht wurde. Durch verbesserte Zusammenarbeit in diese Richtung entsteht allmählich eine Siebengliederung innerhalb der Organisationen. Diese entsprechen der siebengliedrigen Organstruktur innerhalb des Menschen, die unsere Lebensprozesse und das dazugehörige Bewusstsein regulieren (dies sind die Milz, Leber, Galle, das Herz, die Nieren, Lungen und Schilddrüsen, wobei das Gehirn die Inhalte dieser Organe als Gedanken spiegeln kann). Dies ist auch nicht ungewöhnlich wenn eine Organisation sinnvoll arbeitet und auch der geistigen Welt gegenüber offensteht. Dann kann man Schritt für Schritt lernen wahr zu nehmen, dass eine Gruppe von Menschen die für eine bestimmte Idee stehen, inspiriert, gelenkt und begleitet werden durch ein Gruppenwesens, welches in christlich esoterischem Terminus Erzengel genannt wird. Auch dieser hat seine Organe innerhalb der Organisation. Skizziert sind diese Organe wie folgt zu erkennen: > Eine Person oder Gruppe von Menschen die sich mit Forschung beschäftigt, die Verbindungen legt zwischen Erkenntnis und Erfahrungen die aus der Vergangenheit kommen und durch konkrete Fragestellung und Unter- suchung Möglichkeiten für zukünftige Entwicklungen schaffen kann. Diese Fragen können sehr nahe liegen, nämlich im Gebiet auf dem gearbeitet wird; im Alltagsleben, im Arbeitsleben usw. In einem Betrieb gleicht dies der Forschungsabteilung. Im astrosophischen Terminus ist das die Saturn-Gliederung; in der Physiologie innerhalb des Menschen der Milzprozess. > Eine Person oder Gruppe von Menschen die sich mit der Ideenbildung bei auftretenden Phänomenen und Prozessen innerhalb und ausserhalb der Organisation beschäftigt. Die versucht, diese Phänomene zu erklären und innerhalb der Organisation anzuwenden, wo Handlungsbedarf ist. Dies wird öfters angedeutet mit dem “Denktank” und der Planung. In einem Betrieb ist es meist die Geschäftsführung die den Kurs bestimmt und die Entschlüsse fasst. Hierzu gehören aber auch Unterrichtsaktivitäten, die sich aus den Resultaten der Forschung und der Praxis heraus entfalten. In geistigem Sinn ist dies auch das Begleiten des Schulungsweges. Im astrosophischen Terminus ist das die Jupiter-Gliederung; in der Physiologie innerhalb des Menschen der Leberprozess. > Eine Person oder Gruppe von Menschen die Initiativen ergreifen, diese auch bei anderen Teilnehmern wachrufen. Um diese verwirklichen zu können, helfen Sie auch den Raum dafür zu schaffen oder Wege dafür zu suchen. Dies wird in Betrieben meist die Managerebene genannt. Bietet aber auch Möglichkeiten zur Entfaltung von Initiativen ( und führt nicht nur aus was aufgetragen wird).Im astrosophischen Terminus ist das die Mars-Gliederung; in der Physiologie innerhalb des Menschen der Gallenprozess. > Eine Person oder Gruppe die die Kommunikation innerhalb der Organisation betreibt, die hilft zu Vermitteln, bei Problemen untereinander und Sorge trägt für den reibungslosen zwischen-menschlichen Austausch; die Aufzeichnungen eventueller Beschlüsse der verschiedenen Gliederungen festhält und auch die Geldströme einsichtig und transparent macht. Sie sorgt für ein gutes und gesundes Betriebsklima. In Betrieben meist repräsentiert durch die Verwaltung und das Sekretariat. Hier kann aber auch eine aktivere soziale Rolle angedacht werden, die eine Betonung auf der künstlerischen Seite hat, die den Menschen helfen kann ihre Emotionen zu erkennen,wodurch die Kommunikation einfacher verlaufen kann. Im astrosophischen Terminus ist dies die Venus-Gliederung; in der Physiologie innerhalb des Menschen der Lymphe/Nierenprozess. > Eine Person oder Gruppe von Menschen die die Kontakte mit anderen
innerhalb und ausserhalb der Organisation, zum Beispiel durch Produktverkauf,
Vermittlung und Einkauf erledigen. Begegnungen begleiten und für
einen reibungslosen Informationsstrom sorgen. Hier werden die Kontakte
innerhalb eines sozialen und ökonomischen Netzes unterhalten. In
Betrieben wird dies meist vom Ein- und Verkauf, wie auch von der Marketing-
und Werbeabteilung (PR) abgedeckt. > Verschiedene Einheiten der Produktion; das können Initiativen innerhalb dieses Organisationsverbundes sein, die eine Ware produzieren (die ‘Arbeitsstelle’); Privatinitiativen, Betriebe, Kooperationen, aber auch Haushalte, Familien, Wohngruppen, damit diese mit gleichberechtigter Sorgfalt im ökonomischen Leben stehen. Also Produzent und Konsument zusammen. Im astrosophischen Terminus ist das die Mond-Gliederung; in der Physiologie innerhalb des Menschen die Bauchspeicheldrüse und die Fortpflanzungsorgane. Neu hierbei ist das im Zentrum stehende Beratungsorgan: So entsteht von den Organen aus betrachtet ein klares Bild einer organischen Dreigliederung, vorausgesetzt dass man den Sinn erfahren, und auch damit arbeiten will (siehe Grafik 1; vergleiche auch mit Grafik 2). Dieses kann ein sozial atmendes Ganzes werden, mit dem einerseits mehr auf das Geistige gerichteten Bereich, Forschung und Ideenbildung (ein mehr innerliches Geschehen); andererseits der Bereich der für ein gesundes inneres Klima sorgt, wo Begegnungen stattfinden können; verbunden mit dem ganz in der Mitte stehenden Zentralorgan (Begegnung, Austausch und Beratung, auch mit Organisationsformen ausserhalb das Verbandes). Und der mehr ökonomische bzw. wirtschaftliche Bereich, der die Kontakte mit der Umwelt und anderen Initiativen und Arbeitsverbänden aber auch die Produktion, die mit der Aussenwelt Verbindung hält, bildet (auch Kurse und Dienst-leistungen sind Produkte). Dies kann ein mehr auf den Geist gerichtetes Ganzes werden, wenn das Zentralorgan mehr und mehr selbständig wird und auf die Dauer die Aufgaben der Direktion übernimmt – dafür gibt es schon unter-schiedliche gesellschaftliche Signale. Hier soll angestrebt werden, dass die anteiligen Vertreter ein vollständig gleichwertiges Stimmrecht erhalten. Hier soll zum Ausdruck kommen, was in den einzelnen Gliederungen wirklich lebt; in einige Fällen sollten hier wichtige Entschlüsse gefasst werden, oder auch reifen können. Wenn man sich auf den begleitenden Erzengel einlässt und Vertrauen untereinander entwickeln lernt, können auf die Dauer einzelne Gliederungen eine eigene Beschlussbefugnis bekommen (Mandate), vorausgesetzt das dadurch die anderen Gliederungen nicht direkt benachteiligt werden. Mögliche benachteiligende Beschlüsse sollten dann besser zusammen gemacht werden. Dieses Zentralorgan wird von einer oder mehreren Personen eines jeden Bereiches (oder Organes) geformt.
Grafik 1. Die Siebengliederung innerhalb einer Organisation, Hier prallt man selbstverständlich im Gesellschaftsleben auf so manches praktische Problem, denn das ökonomische Leben ist durchzogen von den Bedürfnissen, Trieben und Wünschen von sowohl den Produzierenden als auch den Konsumierenden, man ist also von der Selbstlosigkeit weit entfernt. Brüderlichkeit sollte erstrebenswert sein, ist aber bis heute leider kaum erreicht. (2) Heutzutage sind Betriebe oft barbarisch in ihrem Kampf ums Dasein, beinahe alles ist gestattet um zu expandieren, entgegen menschlichen Werten und Normen. Ein Streben nach intensiver Zusammenarbeit zwischen Betrieben ist erst keimhaft anwesend. Alles deutet darauf hin, dass das soziale Leben nur dann neu organisiert werden kann, wenn mehr und mehr Menschen beginnen ihre individuelle Entwicklung wieder ernst zu nehmen. Das bedeutet auch sich Selbst und Andere als sich entwickelnde Geistträger zu erkennen und danach mit Verständnis zu handeln. Dann bieten sich allmählich wiederum Möglichkeiten mit begleitenden Engelwesen in Kontakt zu treten, gerade auch bei Organisationen. Eine so einsichtig gemachte Dreigliederung durch die Siebengliederung hindurch ist ausdehnbar auf alle Ebenen des Zusammenlebens. Vorallem wenn die Politik das Feld von Begegnung und sozial-gesellschaftlichen Bereichen wird und nicht so sehr von Gesetzesgebung. Gesundes Vertrauen muss wieder in geistige Entwicklung und Begleitung entstehen, wodurch wegweisend sinnvolle Richtungen eingeschlagen, und nicht durch überwiegend wirtschaftliche Interessen bestimmt werden. Ein so gegliedertes Zusammenleben kann wie folgt aussehen:
Um dieses erreichen zu können, sollte: - individuelle Entwicklung wieder zum Bildungsprinzip werden. (3) Auf
dem geistigen Gebiet heisst dies das Respektieren der Freiheit des Menschen
um eigene Wege zu wählen; unter anderem Freiheit von Meinungs-äusserung,
Unterricht, Heilkunst etc. Konkret sollte es sich so auswirken, dass ganz
andere Kunst- und Wissenschaftsbetätigungen aufblühen und umgekehrt
viele der heutigen Professoren überflüssig wären. Es ist wichtig sich zu realisieren dass die Dreigliederung zusammen wirksam ist und keine der Gliederungen für sich alleine steht. Zum Beispiel: die Stärkung der Grundrechte ist doch eine Bedingung für die Konkretisierung der Wahlfreiheit und die Förderung von wirtschaftlichen Zusammenarbeitsformen. Bezüglich zu dem was oben über die Siebengliederung gesagt wurde: es ist und bleibt charakteristisch, dass die heutige Führung von grossen Menschengruppen durch eine Elite, die sich hauptsächlich selbst aufrecht erhält, in Frage gestellt werden muß. Gerade desshalb müssen wir lernen, innerhalb der sozialen Verbände in denen sich jeder mehr oder weniger befindet, mehr Bewusstsein an den Tag zu legen. Kelch oben: Geistimpuls Grafik 2: Das Geistige durch die Welt des Sozialen
Karma, ”das heisse Eisen” Hier beschriebene Zusammenarbeitsverbände haben eine grosse Kraft in sich, vorallem wenn daraus Netzwerke entstehen, die der heutigen Demokratie einerseits und wahrscheinlich auch vielen anderen auf den Geist gerichteten Organisationen andererseits wieder neues Leben einhauchen. In gewissem Sinne muß heute wieder an der Basis angefangen werden und Überlegungen aus dem Herzen heraus geformt werden. Das allumfassende Wesen von “Sophia”, das mehr und mehr zerbröckelt, durch das im Kern meist der Geist verschwindet, kann dann wieder durch gegliederte Lebenskräfte von unten her, genährt durch persönliche Initiativen zum Leben erweckt werden und mit der Arbeit im Irdischen aufs neue organisiert und realisiert werden. Auch wirkt die Schaffung von Arbeitsverbänden, worin jeder innerhalb einer organischen Gliederung seiner eigenen Initiative Form geben kann und darf, stark Karma-ordnend, sodass man alleine von dieser Sicht heraus versuchen sollte solche Arbeitsformen zu stimmulieren. Auch verhindert man durch ganz neue Organisationsformen, mit einer stärkeren Betonung auf einer ideellen bewusstseins-weckenden Grundlage, dass die Institutionalisierung durchschlägt, bei der das menschliche Verhalten in die Enge getrieben wird. Der Engel wird gezwungen auf eine Weise zu funktionieren, die ihm ursprünglich nicht zu eigen ist. Dies geschieht tatsächlich sehr oft, der ursprüngliche Impuls einer Organisation verschwindet dann ganz und gar aus dem Sichtfeld. Warum wurde dies durch die Anthroposophen nicht gesehen? Wahrscheinlich, weil Rudolf Steiners Schulungsmethoden primär die Seele auf den Geist richten, nicht den Geist auf das Leben und die Substanz. Die zugrundeliegende Phänomenologie von Goethe besteht aus vier Schritten, das sind die Wahrnehmung der Phänomene; diese in sich zum Leben zu bringen und wie ein Urbild werden zu lassen; als nächstes die innere Führung darin erkennen; und schliesslich den Sinn davon als Willensimpuls wahrzunehmen. Meistens werden nur die ersten zwei Schritte geübt und ausgeführt, diese führen zur Imagination (Bildbewusstsein), wozu auch Steiners Schulungs-methoden ausserordentlich gut geeignet sind. Die zwei Letzten führen zur Inspiration (klares Fühlen) und Intuition (klares Wollen), diese waren zu Steiners Zeit noch nicht direkt zugänglich. Aber seit der Kreuzigung von Christus in der Ätherwelt von 1942 sind diese Wege nun durch das Herz hindurch möglich geworden. (5) Die anthroposophische Bewegung hat leider wenig Antwort darauf, trotz vieler Fragen von meistens jüngeren Menschen, da vieles konsolidiert und weinig weiterentwickelt ist seit Steiners Tod. Es liegt noch eine andere Ursache zu Grunde, dass höhergestellte Wesen die im sozialen Gebiet begleitend arbeiten, nicht gesehen werden. Rudolf Steiner hatte seine Inspirationen zum grossen Teil von Anthroposophia die stark unter dem Einfluss vom Erzengel Michael steht, sie versucht die allumfassende Weisheit jedem Menschen zu bringen (allüberspannende Mutter Sophia, oder Heiliger Geist). Ein anderer Erzengel, Uriel oder Orifiel, hat sich diesem widersetzt, denn er fand dass jeder Mensch sich seine eigene individuelle Weisheit erobern bzw. sich zueigen machen sollte. Dies durch das Tun und auch das Scheitern, um so aus der Erfahrung zu lernen (lehnt man es ab sich diese Weisheit eigen zu machen, dann steht Uriel für den Tod und die Zerstörung, wird zum Todesengel, der mit seiner Sense Zwietracht und Krieg sät). Dies bedeutet im menschlichen Ermessen das Streben, mit Schicksalsgenossen etwas zusammen zu unternehmen und im Tun, auch mit Fallen und Aufstehen, Geisteseinsicht wirksam zu machen und daran zu wachsen. Das ist etwas anderes als von gegebenen Geisteseinsichten sein Dasein zu leben. Das heisst, dass man schliesslich nur das als Wahrheit verkünden soll, was durchlebt ist, nicht was aus dem Mund eines Anderen kommt. Tut man dies aus innerer Einsicht, dann wird viel Streit vermieden, denn man kann ohne sich angegriffen zu fühlen, anderen zuhören die Einsichten und Dinge erworben haben in welche man sich selbst noch nicht hineinbegeben hat. Da sich anfänglich innerhalb der anthroposophischen Bewegung mehrere geistige Strömungen vereint haben (es handelte sich ja um die neuen Mysterien, nicht nur um eines), dann durch internen Streit einige davon abseits gestellt wurden, gab es kein Gehör für Erneuerung und Veränderung innerhalb der Gesellschaft. Auch weil die allgemeine anthroposophische Gesellschaft nicht bereit ist nach den wirklichen Folgen von Karma zu schauen. (6) Dieser Streit im Sozialen ist auch die Ursache warum die Dreigliederung keinen Anschluss fand und sich nicht völlig und adequat an den wirtschaftlichen Entwicklungen dieser Zeit profilieren konnte. Steiner selbst sagte noch, dass Anthroposophen am Ende des 20. Jahrhunderts eigentlich nichts anders zu tun bräuchten als ihr eigenes Karma in Ordnung zu bringen.(7) Doch liegt hier eine grosse Hoffnung für die Zukunft, weil es beabsichtigt ist, dass Michael sich auf dem Altar von Uriel opfert, durch den Menschen hindurch, wodurch er erlöst werden kann von irdischen Beschäftigungen und eine ausserkosmische Aufgabe bekommen kann, zur Vorbereitung auf neue kosmisch-irdische Entwicklungen. Dieses feste Vertrauen auf das was im Menschen steckt, und schliesslich in jeweils einzigartiger Weise zur Entfaltung kommen kann, hilft schliesslich alle Spannungen die das Zusammenarbeiten mit sich bringt, zu überwinden. Über den Autor Nicolaas de Jong (1956,Bergen, Nord-Holland) gründer von der Initiativ ‘Jaspis Schulungskurse’, gibt Workshops in denen mit Hilfe des Modellierens und / oder durch Musik die Siebengliederung besser erlebbar und einsichtiger gemacht wird. Daneben macht er selber Musikinstrumente und gibt er u.a. in verschiedene Länder Kurse in Landschaftsarbeit mit Elementarwesen, wobei der von Sternen-und Planetenwirkungen abgeleitete Musik (Astrophonie) sehr gute möglichkeiten bietet um die Etherwelt zu betreten. Erschienen in Deutschland in Lazarus, nr.3 2002, ursprunglich erschienen in BRUISVAT, Sommer 2001, No. 5. Anmerkungen (1) Weltweit gibt es ungefähr 50.000 Mitglieder der Anthroposophischen
Vereinigung; von diesen sind 1,5 % jünger als 30 Jahre. Die Hälfte
der Mitglieder ist zwischen 40 – 60 Jahre alt. Deutschland zählt
die meisten Mitglieder (21.000), aber auch die Ältesten; 22 % ist
70+ (siehe Antroposophy Worldwide, Sommer 1999, E. Bakker und A.Nijeboer). Bruisvat 5, Sommer 2001 - Auf Deutsch publiziert in Lazarus, No. 3, 2002.
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