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Über Steinverreibungen
von Regina Ringel
Eine Verreibung von mineralischer,
pflanzlicher oder tierischer Substanz in Milchzucker dient in der Homöopathie
zur Erkenntnis des jeweiligen Heilbildes. Gleichzeitig ist das Endprodukt
die Grundlage zur weiteren Potenzierung in wässriger Lösung.
Bei der Verreibung selbst wird die pulverisierte Substanz, z.B. eines
Edelsteins, zu einem Teil in 99 Teilen Milchzucker in rhythmischen Stufen
verrieben. Nach jeder dieser Stufen wird das Pulver zusammengeschabt und
alle wahrgenommenen Eindrücke, seien es Sinneseindrücke, Gefühle,
Gedanken, Impulse,... aufgeschrieben und nachher unter den Teilnehmenden
ausgetauscht. Da jede(r) auf eigene Art und Weise mit der Substanz in
Resonanz tritt, ergibt sich durch diese Arbeit in der Eine rohe Sapphir
Gruppe ein facettenreiches Bild.
Diese Prozedur dauert ca. zwei Stunden und wird insgesamt viermal durchgeführt,
so daß die inneren Qualitäten der Substanz auf den vier Ebenen
– physisch, ätherisch, astral, geistig – wahrgenommen
werden können. Durch diese konzentrierte Gruppenarbeit in Stille
kann man zu tiefen Erkenntnissen seiner selbst und überpersönlicher
Lebenszusammenhänge kommen, die mit dem Alltagsbewußtsein in
dieser Intensität normalerweise nicht erreichbar sind.
Indem die irdische Substanz auf diese Weise einmal durch die menschlichen
Wesensglieder geführt und so ihre spezifische Bedeutung für
Mensch und Erde bewußt gemacht wird, können auch die damit
verbundenen Elementarwesen erlöst und wieder mit den kosmischen Kräften
der Sternenwelt verbun-den werden. So hat dieser Prozess eine umwandelnde,
heilsame Wirkung nicht nur auf die teilnehmenden Menschen, sondern auch
auf die Naturwesen der Umgebung. Meistens entsteht an dem Ort, wo die
Verreibung stattgefunden hat, eine spontane, spürbare Belebung und
ätherisch-astrale Öffnung. Eine Steigerung erfährt dies
noch, wenn die Substanz von den Teilnehmern in Tonerde einplastiziert
wird und diese Skulpturen an Orten, die sich vorher in das Bewusstsein
gebracht haben, den Naturwesen geschenkt werden. Andere künstlerische
Verarbeitungsarten sind natürlich auch möglich.
Die Wahl des Steins oder anderer Substanz entsteht aus Gesprächen,
Begegnungen, Aufforderung aus dem Inneren (persönlicher Zeitpunkt)
oder auch aus den Zeitqualitäten der Jahreszeit, da die kosmischen
Kräfte ihre Entsprechungen im Irdischen haben.

Saphir-Verreibung in Berlin von 27. - 30. Januar
2006
- eine Zusammenfassung
Das Thema und unsere Erlebnisse
der homöopathischen Verreibung des Saphirs seien hier in einigen
Grundzügen skizziert.
Wir verrieben zu dritt und stellten bald fest, dass die Dreiheit sich
noch des öfteren in das Bewusstsein brachte, sei es durch das Thema
der Dreigliederung, die Arbeit in der Landschaft mit den drei Aspekten
der Devas oder das dreifache Dreieck im Zeichen für Radioaktivität,
um nur einige zu nennen. Ebenso oft kam die Zahl 8 vor, die auf die achte
Sphäre verwies, aber auch mit „Achtung“ in mehrfacher
Bedeutung zu tun hat. An dem zerriebenen Rohstein konnte man vier von
normalerweise acht Ecken erkennen.
Das Saphirwesen brachte uns in eine durchgehene leichte, humorvolle und
freudige Stimmung mit viel Liebe und Wärme zwischen uns, die auch
die Menschen in der Wohngemeinschaft, in der wir übernachten durften,
mit einschloss. Dort war einige Tage vorher ein Mädchen geboren worden,
so dass sich das Mutter-Kind-Thema in die Verreibung mit einflocht.
Die Mutter bildet einen geschützten Raum, in dem sich das keimhafte
Leben langsam entwickeln kann. Ist es reif, wird es zum richtigen Zeitpunkt
nach aussen gebracht, um im neuen, irdischen Umfeld weiter zu wachsen.
Die Mutter ist in diesem Sinne ein für eine bestimmte Zeit ein Entwicklungsraum,
der auf selbstlose Weise eine nährende Grundlage bietet. Die Frage:
„Wo ist der Mutterkuchen im Kosmos?“ wurde mir so beantwortet:
„Das ist der ganze Sternenhimmel, der Urgrund, aus dem die Menschenkeime
geboren wurden und in dem wir uns in Zeit und Raum entwickeln können.“
Es ist auch die Sphäre der Urbilder, die in Goethe´s Faust
als das `Reich der Mütter´ bezeichnet wird. Dorthin hat Mephisto
selbst keinen Zugang, doch er gibt dem Faust die Schlüssel zu diesem
Reich, in dem dieser dann den Dreifuß findet.
In diesen Tagen war das Musikalische und das Thema der Astrosophie sehr
präsent; hinzu kamen innere Bilder von Sterngewölben, architektonischen
Knochenstrukturen und kristallinen, gläsernen Gebilden durch die
sich der klare, strukturierende und sternverwandte Aspekt des Saphirs
zeigte. Fehlt dabei jedoch im Menschen die Herzenswärme werden diese
Kräfte zu Seelenkälte und Härte, auch gegen sich selbst.
Der Saphir brachte in dem Prozess eine große Klarheit der Gedanken,
Gefühle und auch der Willensimpulse wie ein Erinnern an das Eigentliche.
Besonders viel Klarheit trat in Bezug auf zwischenmenschliche Beziehungen
auf, so dass die Seelen in Bezug auf unglückliche Verstrickungen
und angenommene Negativität einen heilsamen Impuls erfahren durfte.
In diesem Zusammenhang konnte die innere Arbeit der Frauen für Beziehungen
und somit für die menschlichen Verbindungen überhaupt in ihrer
Bedeutung erkannt werden. Folglich sollte diese Wertschätzung auch
durch Geld ausgedrückt werden. Es gab auch eine bewusstere Beziehung
zum eigenen Engel und das Beziehungsnetz zwischen den Menschen wurde wie
durch-sichtig und durchschaubarer. So ging es in Gesprächen viel
um Inkarnationslinien und Menschheitsströmungen, die ja durch den
Ewigkeitsaspekt des Menschenichs erlebbar werden. Auch Beziehungen zu
Toten und sich als Menschen inkarnierende Baumwesen, die dadurch sterblich
werden, kamen zur Sprache. In dem Zusammenhang scheint es durch den Saphir
hindurch sehr leicht zu sein sich selbst aus dieser übergeordneten
Perspektive des Höheren Ichs zu erkennen und sein persönliches
Leben wie ein Bild bzw. das Urbildhafte darin wahrzunehmen. Aus dieser
Perspektive ergab sich in der Verreibung auch die Notwendigkeit innere
Grenzen, einengende Ängste und alte moralistische Vorstellungen zu
überwinden, um zu einer inneren Freiheit, Lebensfreude und Beziehungsfähigkeit
zu kommen. So kann ein innerer Wärme-Freiheits-Raum entstehen, von
dessen Grund aus Handlungen aus Souveränität und Liebe möglich
sind, einfach weil sie als gut empfunden werden. In diesem Urgrund lebt
die eigene Wahrheit wie eine Wesenheit, das individuelle Ideal in der
Wärme und der stille Kontakt zu dem Engel. Aus dieser Seelenruhe
und Sicherheit ist es auch möglich die individuelle Wahrheit des
Augenblicks frei und offen zu leben, ganz aus dem Ich zu sprechen und
auch anderen diese Freiheit in Toleranz zuzugestehen. Ist der innere Saphir
in diesem Aspekt noch unerlöst, wird die eigene Wahrheit leicht anderen
aufgedrängt, verabsolutiert, dogmatisiert oder nur aus dem Allgemeinen
bzw. einem angelesenen Wissen gesprochen.
Der Saphir hinterfragte auch die Methoden des Lehrens. Eine gemein-schaftliche
Arbeit wie die Verreibung braucht zwar einen Fokus, doch sollte die Mitte
dabei frei bleiben. Die alte hierarchische Form wie die Dozenten-Teilnehmer-Rollenverteilung
ist dafür nicht mehr angemessen. Gibt es einen Dozenten oder eine
Leiterin, so ist auch gleichzeitig eine Erwartungshaltung der Teilnehmenden
da, die sie wiederum von der Fähigkeit aus der eigenen Quelle zu
schöpfen und innen zu suchen und zu finden, entfernt. Vor diesem
Hintergrund erschien das Lehren als am reinsten, wenn jemand einfach freilassend
zeigt, was er selbst gefunden hat und vor allem wie man etwas finden kann.
Wenn ein Mensch diese Erkenntnisse auch noch lebt und in der Selbstgestaltung
umsetzt, wird er zum Wahrbild und Vorbild für andere: Wahrbild sein,
die innere Weisheit organisch anwenden, Zeit und Raum lassen für
Entwicklung.
Das eigene Authentisch- und Wahrsein hat oft tiefe Wirkung auf andere,
insbesonder junge, Menschen. Es ist, als ob sich dadurch ein Raum für
Wahrheit und Freiheit inmitten der alltäglichen Unwahrhaftigkeit,
Lügen und Anpassungen an Normen bildet. In diesem Sinn forderte der
Saphir auch dazu auf ein Wahrheitsorgan zu entwickeln für das, was
einem schaden und den eigenen kindlich-vertrauensvollen, unschuldigen
Anteil ausnutzen kann. Dieses Organ bildet sich meistens erst durch schmerzhafte
Lebenserfahrun-gen, in denen zunächst eine Abgrenzung noch nicht
möglich ist, da man ja an da `Gute´glaubt und das `Böse´als
solches noch gar nicht wahrnehmen kann. Schlimmstenfalls nimmt man dann
das Schädigende, Negative auf und identifiziert sich damit in Gefühlen
von Schuld, Minderwertigkeit, Abhängigkeit usw. . Derartige Verstrickungen
im Irdischen, die die individuellen Urvertrau-enskräfte lähmen
und verletzen, konnten durch den Saphir wie in einer Erinnerung an den
eigentlichen Auftrag und die Zugehörigkeit geklärt werden. Es
scheint eine Auseinandersetzung mit dem inneren Ahriman zu sein, der erfahrungsgemäß
die Dunkelstellen der Seele benutzt, um die Menschen gefangen zu halten.
Als eine Gegenkraft auch gegen die Seelenkälte, Härte und Vereinzelung
zeigte sich Sanftmut, Hingabe, Wärme und Lauschen auf die feinen,
leisen Stimmen und Seelenklänge.
Zusammenfassend lässt
sich sagen, dass der Saphir mit sanfter, weicher, aber bestimmter Kraft
alles Verhärtende, Verwirrende und Kalte zwischen Menschen und im
Seeleninneren in Wärme und Klarheit auflösen kann und einen
lebendigen Raum inmitten von Negativität und Bedrückung schafft,
in dem sich Liebe und Freiheit realisieren lassen und Menschen sich miteinander
und in ihren eigenen Tiefen finden können.
Regina Ringel begleitet
auf unterschiedene Orte wann notwendig, Projekte in Verreibung von Steine
und Metalle. Sehe auch die Agenda.
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