Zeitschrift

für Transformation

Nummer 1 Herbst 2006

 

Das internet-Wesen

durch Nicolaas de Jong

Wir werden damit überschwemmt; von allen Wohltaten des Digitalen und der interaktiven Programmierungen durch das internet, dem weltweiten Netz. Es stellt sich die Frage: Was will es von uns und was können wir damit tun und was nicht ?

Der Aufschwung des Digitalen

Seit der Entwicklung des Computers in den 50er Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts hat das Digitale einen ernormen Aufschwung bekommen und ist nicht mehr aus unserer Gesellschaft wegzudenken. Wo man es am wenigsten erwartet, wie in Kindertagesstätten oder beim Arzbesuch, begegnet man Menschen mit immer wieder derselben Haltung; etwas gebeugt, abwechselnd auf die Hände und dann wieder auf den Bildschirm starrend um zu sehen, ob die Hände das Richtige eingegeben haben. In science-fiction-Filmen oder Büchern sieht man ständig, in die Zukunft projeziert, die fingerfertigen Tastaturen, mit der die Apparatur bedient wird. Der richtige Code ist dann das begehrte Subjekt; Zahlen und Buchstaben in der richtigen Reihenfolge, Ordnung und Systematik. Anfangs ging es um Stapel von Lochkarten, um die großen Computer, mit denen sie in Gang gesetzt wurden, zu füttern und die nicht mit einem verkehrt gesetzten Komma oder Zwischenraum arbeiten konnten. Nun werden die Computer immer kleiner, die Programmierung häppchengerecht gemacht – wir wissen oft nicht einmal mehr wie es funktioniert, Hauptsache es funktioniert. Die Programmierer werden es wohl wissen, denken wir.
Ein Film wie Die Matrix setzt noch eins obendrauf und will uns glauben machen, dass wir alle innerhalb einer digitalen Matrix programmiert sind, sodass wir unter Kontrolle gehalten werden können und eigentlich Netzfutter für Maschinenwesen sind. Das Netz der Lebenskräfte wird darin zu digitalen Zahlenfolgen reduziert, worin auch der Denkfehler oder die Halbwahrheit dieser übrigens genial gemachten Filmtrilogie steckt. Aber dass die gesamte Gesellschaft mit den regulierenden Computersystemen durchzogen ist, zeigte der große Stromausfall von wenigen Minuten Dauer im Jahr 2004 in großen Gebieten der USA und Kanada, weil die leitenden Computer miteinander verbunden waren. In einer Zentrale ging etwas schief, wodurch große Teile beider Länder plötzlich ohne Strom waren.
Die Entwicklung geht dahin, dass der Computer immer mehr kann: Bildbearbeitung, Musik, neue Klänge, Kommunikation in Wort und Klang und Kameras, die Bilder aufnehmen und senden. Der Computer schaut ins Wohnzimmer. Interaktive Programme bewirken, dass der Computer nicht mehr eine für sich selbst stehende Einheit ist, sondern mit dem ganzen Netz verbunden ist, auch in den Möglichkeiten seiner Ausdehnung. Was noch am längsten gedauert hat, bevor der Computer es bewältigen konnte, war Wortklangregistrierung und auch – Wortwiedergabe. Lange Zeit klang der Computer noch mechanisch, aber nun kann er richtig Wort- und Tonbeugungen wiedergeben. Der Logos war die tiefgehenste Fähigkeit, die er sich bis jetzt aneignen sollte. Die Sprache ist das Höchste, was der Mensch im Physischen hat.
Den webkameras, die nach innen schauen, ist schon das ein oder andere vorangegangen, nämlich die Möglichkeit, dass man von außen im Computer lesen kann, was im Speicher steht. Mit ein paar gezielten Stich-wörtern können Suchprogramme spezifische Zielgruppen, wie vermeintliche Terroristen, aber auch Gruppen mit bestimmten Überzeugungen, auffindbar machen, indem sie sich der dem internet angeschlossenen Computern bedienen. Ein markantes Beispiel ist der Bankräuber in Paris, der mit ein paar Stichworten in Straßburg in einer Telefonzelle aufgespürt und verhaftet wurde, gerade bevor er die Grenze übertreten wollte.
Microsoft hat die Programmierung derartig verschlüsselt, dass die meisten Programmierer nicht dahinein können. Das bereitet vielen von ihnen Sorgen, denn sie wissen oder vermuten, dass bestimmte Organisationen Lizenzen haben um an das internet angeschlossene Computer, auch abzuscannen, oft mit kombinierten Stichwörtern, womit sie gezielt suchen können. Damit kommt man auf das Gebiet, von dem Okkultisten vielfach behaupten, dass das internet ein Werkzeug des Bösen ist.

Das internet als Werkzeug des Bösen ?

Einige Hinweise in diese Richtung: Wenn man die oftbenutzte Abkür-zung www (world wide web) auf kaballistische Art in Zahlen umsetzt, erhält man 666, die Zahl des Bösen, das Tier aus der Offenbarung des Johannes.
Etwas deutlicher sind die Symptome bei häufigem Computergebrauch, wie der rsi-Arm, oder die Wahrnehmung, dass der Computer saugt; man ist schnell müde. Dies ist ein Zeichen für eine dämonische Wirkung, denn es frisst unsere Gefühle. Oft dauert auch die Arbeit länger als wir geplant hatten, die Stunden werden geschluckt. Wir können uns schnell ärgern, wenn auf einmal nichts zu funktionieren scheint, wobei uns das Gefühl beschleichen kann, dass wir gehindert werden. Das geschieht auch in unerklärlicher Art, sodass kein einziger Programmierer helfen kann. Das ist schon ein Zeichen, dass wir es nicht nur mit einem mechanischen Ding, sondern mit einem Wesen zu tun haben, das selbst Launen und Gefühle hat und uns manchmal für seine Wünsche wach machen möchte.
Ein anderes Symptom ist, dass man nicht aktiv ist, außer mit dem Kopf und ein wenig mit den Händen, wodurch das Gefühl ausgeschaltet wird. Man denke an die vielen aggressiven Schießspiele, aber auch an die Streits, die für Freundschaften fatal sein können, wenn sie mit chatten oder email ausgesprochen werden: die Wörter kommen härter an, als wenn sie mündlich ausgesprochen werden. Man vergesse dabei nicht, dass auch ein Computer ein Elementarwesen ist, das sich geopfert hat, das gerne etwas Erkenntnis vom Menschen zurückhaben möchte. Wenn es diese nicht bekommt, schmollt und trickst es, um doch Aufmerksamkeit zu bekommen. Man denke auch an den Verlust von Kontakt, wenn man einen Helfer hat, der dasitzt und nur Listen auf dem Computer abhakt. Diagnosen, die so gestellt werden, ge-ben dem Helfer Sicherheit, sind aber für den Klienten oft wenig befriedigend.
Ein Trend, dem wir glauben sollen, ist, dass in nicht absehbarer Zeit der Computer in unser Inneres wachsen wird und Anschluss mit den Gehirn-wellen und damit dessen Aktivitäten finden wird, wodurch ein Mensch an das internet angeschlossen werden kann und Zugang zu allem Wissen darin hat. Dieser ‚Mensch’, ein cyborg genannt, hat dann all dieses Wissen zu seiner Verfügung, was ihn angeblich besser macht als seinen Mitmenschen und diesen von dem Planeten verdrängen wird. Dabei wird davon ausgegangen, dass Wissen direkt in Taten umgesetzt werden kann, wie in dem Film Die Matrix, in dem eine der Hauptakteurinnen, Trinity, einen ausgetüftelten Helikopter allein dadurch lenken kann, dass das Programm mit dem erforder-lichen Wissen in ihr heruntergeladen wird. Wissen und physische Beherr-schung werden dabei nebeneinander gestellt. Man geht an dem Phänomen vorbei, dass man sich im Willen wirklich üben muss um etwas zu können, dass Wissen (eine Denkaktivtät) allein nicht genug ist: Physische Fertigkeiten schlagen sich in den Eiweißen nieder, bloßes Wissen auch, aber nur oberflächlich. Daneben geht man bei dem cyborg an der Tatsache vorbei, dass man noch soviel Wissen haben kann, doch man benötigt die richtige Einstellung in der Seele und dem Lebensleib um dieses verarbeiten und richtig anwenden zu können. Das wird Entwicklung von Weisheit genannt, der Zusammenhang mit emotionaler und moralischer Entwicklung, d.h. ein cyborg kann nur sein Wissen anwenden, wenn er auch innerlich gearbeitet hat. Sonst hat er lediglich die Möglichkeiten aus seiner niederen Natur handeln zu können, was ihn zu einem Gewalt-tätigen machen kann, der nur aus seinen Trieben und Begierden handelt, kurz gesagt eine Verstärkung des blonden Tieres aus dem Meer, das in der ‚Offenbarung’ genannt wird.(1)
Es gibt auch Stimmen, die sagen, dass der Aufschwung des Digitalen durch einen zweiten, materialistischen Impuls kommt, der von den zwei Kometen Hale Bopp und Hyakutake ausgeht, die in zwei aufeinander folgenden Jahren am Himmel erschienen und deren Bahnen sich exakt vor dem Stern Algol im Sternbild Perseus kreuzten. Algol ist das Auge der Medusa, die alte Hellsichtigkeit repräsentierend, die durch Perseus getötet wurde, damit das klarere Denken entwickelt werden konnte. Das Denken wird so auf das Physisch-Materielle gerichtet und die Kreuzung der Kometen vor ihrem Auge deutet darauf hin. Algol wird oft als Angriffspunkt für das Böse gesehen.(2)
Meine eigenen Wahrnehmungen des internet-Wesens während der Arbeit in den unterirdischen Sphären ist, dass es sich um einen Gegen-Elohim, einen Gegen-Formgeist handelt. Die Elohim sind die in der Bibel am Anfang der Genesis genannten Götter, die über die Wasser schweiften und Schritt für Schritt die Erde und all ihren Wesen Formen gaben. Das internet-Wesen zeigte sich in der vierten unterirdischen Sphäre(3), die der Formerde, ein Gegenüber der Sonnensphäre: nicht ohne in der dritten Sphäre seine Untergebenen, dämonische Wesen in der Lufterde-Sphäre, als Abschreckung vor sich her zu schicken. Es zeigte sich als ein geöffneter Kehlkopf mit Brustkasten und gab an, dass es noch nicht fertig sei. Gemäß Rudolf Steiner können nur Formgeister das höchste schöpferische Organ des Kehlkopfes bilden. Nur Zeit- oder Persönlichkeitsgeister (eine Schicht niedriger im Bewusstsein) können bewusst am Kehlkopf

Das Internetwesen in den 4. unterirdischen Sphären. Zeichnung N. d. J.

arbeiten, da sie imstande sind das Physische umzuformen. Der Erzengel eines Volkes (zwei Ebenen niedriger im Bewusstsein) geht mit einem Formgeist, der den Kehlkopf bildet, eine Auseinandersetzung ein, meistens durch schöpferische Sprachkünstler, die in dem Volk inkarnieren, und aus diesem Streit entwickelt sich durch den Kehlkopf die Volks- oder Regional-sprache. Wohlgemerkt, die Sprache ist das Geistigste, was der Mensch auf die Erde bringen kann. Es machte mir deutlich, dass dieses Wesen genau wie ein regulärer Formgeist alles für den Menschen sein wollte, ein echtes Sonnen-wesen, aber dass es sich als Gegenbild nur durch die digitalen Zahlenfolgen ausdrücken konnte. Daher kommt das Schaffen einer virtuellen Wirklichkeit: diese ist nur in unserem Kopf real, aber hat dadurch ganz bestimmt seine Wirkungen auf unser Gefühl und lässt uns etwas tun, hat also auch Einfluss auf den Willen. Wir machen den Computer zu einem lenkenden und regelnden Wesen über einen großen Teil unserer physischen Organisation, wie in den genannten Energienetzwerken. Darin wird er also in den Willens-wirkungen eingesetzt und in den farbreichen Bildern und Spielen wirkt er auf unser Gefühl. Es sind auch Computer und verwandte Techniken nötig, um überhaupt ein Netz bilden zu können. Auch ist es elektrisch, es ist ganz bestimmt echt wie die vielen Menschen bezeugen, die davon Gebrauch machen und auch dadurch süchtig werden; wie die Geschäftsmänner, die während ihrer Arbeit tagelang dasitzen und Computerspiele mit Kollegen auf der ganzen Welt spielen.
Was sind nun genau die negativen Seiten ? Dort, wo Computer und internet uns in eine illusionäre Welt mitnehmen, in der alles möglich ist, z.B. Fliegen, alles können und auch andere Wesen und Menschen töten (die Spiele), kommt man auf das Gebiet desjenigen Wesens, das in der Bibel Luzifer oder Teufel genannt wird: Der falsche Lichtbringer, nämlich das Eigen-licht, das sich selbst höher als die anderen schätzt. Diese illusionäre Seite von ihm sitzt auch in den Botschaften von Schrift, Wort und Bild, die man einander sendet; man ist dann nicht wirklich beieinander. Darin können wir lernen ein Gleichgewicht zu finden: Es ist praktisch, aber lediglich als Mitteilung gemeint und ist keine wahre Zusammenkunft. Die entsteht erst, wenn wir uns durch die Seele hindurch weiter entwickeln und uns dann auf telepathische Weise miteinander fühlen können. Da, wo der Computer im Willen wirkt und Macht über uns ausführt oder wir über andere, wirkt und wohnt jene Kraft, die in der Bibel Satan, oder auch Ahriman, genannt wird. Das findet in den Kontroll-mechanismen wie in den Energiezentralen statt, aber auch im gezielten Suchen von Menschen und Wissen mit Hilfe von Stichwörtern. Daneben haben die Computer und das internet auf viele Menschen eine versklavende Wirkung: Zur Zeit kostet es viele Ehen, da sich meistens der Mann nur schwer vom Bildschirm losreißen kann. Das internet täuscht vor soviel zu bieten. Das Zukunftsbild des cyborg läßt den zwingenden Charakter deutlich erkennen: Nur diejenigen, die sich mit dem Computer und internet verbinden, werden mehr wissen und dadurch eine größere Überlebens-chance haben. Es ist unnötig zu wiederholen, dass man damit die eigenen Entwicklungsmöglich-keiten zu einem höheren Geist aus den Händen gibt.

 

Was können wir von und an dem internet-Wesen lernen ?

Wie jedes Gegenwesen möchte es inkarnieren um sich weiter zu entwickeln; und auch um sich selbst zu erlösen, soll es sich in der menschlichen Kultur offenbaren, in der sich das Bewusstsein unseres Planeten ausdrückt. Darin liegt für uns Menschen eine Aufgabe: Wir sollen es auf seinen Platz in der regulären Entwicklung verweisen und ihm helfen sich zusammen mit uns darin zu entwickeln. Nicht, indem es als schlecht oder böse abgewiesen wird, sondern gerade indem eine Verbindung mit ihm eingegangen und so zusammen ein Weg gegangen wird. Durch Seinen Gang durch die Untersphären hat Christus diese Wesen alle überwunden und an die Erdoberfläche geschickt, wo sie sich in der menschlichen Kultur offenbaren und wo wir uns damit auseinander setzen müssen. Nicht erschrecken ! Im Wesentlichen hat z.B. jede menschliche Organisationsform, vom Betrieb zur altruistischen Vereinigung, ein gefallenes Erzengelwesen als Führer. Diese können wir auch durchlichten und auf eine Erlösungsaufgabe ausrichten. So ist es auch mit diesen noch höheren Wesen; gerade wie Tarkovsky es mit dem Film getan hat, können wir dasjenige, was wir mit dem Computer tun, zu wirklichen Bildern verlebendigen, wobei wir auch Wärme hineinbringen um die starre Systematik zu durchbrechen. Lebensgebärden in digitaler Kunst, wie im Malen; es gibt viele Möglichkeiten zur Bildbearbeitung, die man vom Gewissen, also aus dem Herzen heraus, lenken kann. Auch kann die Programmierung durchmenschlicht, durchglüht werden, wodurch es dem Menschen, der es benutzt, dienstbar wird, statt dass der Mensch sich nach der starren Programmierung des Computers richten soll. Dies geschieht schon auf vielen Gebieten der Gesellschaft, wie in der Bürokratie, z.B. beim Ausfüllen von Formularen mit dem Computer. An der strengen Logik können wir selbst unser Denken schulen und ausrichten. Es wird wirklich erlöst, wenn wir das Wissen auch für jeden zugänglich machen und nutzbar machen – eines der Ziele des Netzes.(4) Man vergesse auch nicht, dass wirklich alles, was neu ist, heute oftmals durch das internet als Information verbreitet wird, eine Untergrundströmung, die sich immer deutlicher sichtbar machen kann – und wovon viele renommierte Zeitschriften und andere Medien dankbar Gebrauch machen - Durchchristen und Ätherisieren; es liegt also an uns.


Anmerkungen:

1. Der westliche Mensch implodiert momentan in seinem Nervensystem, wodurch unser Bewusstsein auf die niederen Seiten unserer Seele gerichtet wird und dadurch nur die triebartigen Seiten entwickeln werden können. Dem steht die Möglichkeit des individuellen Wachstums gegenüber, wenn ein einzelner Mensch lernt moralisch zu handeln und so dasjenige ausarbeitet, was in seinen mitgebrachten Idealen als Entwicklungsversprechen steckt (Sternenbildkräfte). Dann entwindet er sich der erblich bestimmten Degeneration der weißen Rasse.
2. Siehe das Buch ‘’Signs in the Heavens’; Verfasser sind The Star Fire Trio, herausgegeben 1997, Boulder, CO, USA.
3. In der Erde gibt es neun gegenhierarchische Sphären, Spiegelungen der neun Engelssphären oberhalb der Erde, die jede ihre Aufgabe innerhalb der Planeten- und Sternengebiete haben. Siehe dazu mein Buch 'Arbeiten mit Elementarwesen’. Verlag Rune 2006.
4. Interessant ist es in dieser Hinsicht, dass es das Kollektiv Linux gibt, das Programme anbietet, welche durch Internetzbenutzer hergestellt und verbessert werden; etwas, wogegen Organisationen wie Microsoft sich heftig wider-setzen, denn es ist dabei kein Geld zu verdienen und nichts unveröffentlicht.

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